Abgrenzung des Forschungsgegenstands: Verhältnis von Pigmenten und Bindemedien

Der Forschungsgegenstand von VHaquarell bezieht sich auf die Verhaltensunterschiede von Pigmenten in wässrigen Bindemedien sowie auf die daraus resultierenden Zustandsveränderungen auf physischer und visueller Ebene.
Die folgenden Inhalte dienen ausschließlich der Definition des Forschungsrahmens und beziehen sich weder auf operative Verfahren noch auf Anwendungsmethoden oder ergebnisorientierte Zielsetzungen.

I. Unterschiede in der Herkunft der Pigmente

Pigmente können aus unterschiedlichen Quellen stammen, darunter mineralische, synthetische und metallische Systeme.
Diese unterschiedlichen Ursprünge führen zu Abweichungen in Struktur, Dichte und optischen Eigenschaften, wodurch sich ihr Verhalten im Bindemedium unterscheidet.

Der Forschungsgegenstand umfasst sowohl Einzelsubstanzen als auch Mehrpigmentsysteme.
Selbst innerhalb vergleichbarer Farbbereiche oder ähnlicher visueller Erscheinungen können Pigmente unterschiedlicher Herkunft unterschiedliche Stabilitätszustände und visuelle Ebenen aufweisen.


II. Partikelform und Reflexionseigenschaften

Die Morphologie der Pigmentpartikel stellt einen weiteren Forschungsaspekt dar.
Partikelgröße, Homogenität und Oberflächenstruktur beeinflussen die Verteilung der Pigmente im Bindemedium sowie ihr Reflexionsverhalten.

Pigmente mit größerer Partikelgröße können im Bindemedium andere Verteilungs- oder Sedimentationszustände aufweisen als feinere Partikel.
Metallische Pigmente zeigen aufgrund ihrer reflektierenden Eigenschaften eine hohe Abhängigkeit von den Lichtverhältnissen; Veränderungen der Beleuchtung führen entsprechend zu veränderten Farberscheinungen.


III. Verhaltenszustände von Pigmenten in Wasser und Bindemedium

In wässrigen Systemen können Pigmente unterschiedliche Formen der Sedimentation, Diffusion oder Deckung zeigen.
Diese Zustände ergeben sich nicht aus einzelnen Faktoren, sondern aus dem Zusammenwirken mehrerer Variablen.

Auch innerhalb desselben Pigmenttyps können Unterschiede zwischen einzelnen Chargen auftreten; verändern sich die Eigenschaften des Bindemediums, können diese Unterschiede in der finalen Oberflächenstruktur sichtbar werden.


IV. Bindemedium als Forschungsvariable

Das Bindemedium wird als eigenständige Forschungsvariable betrachtet und nicht als neutraler Träger.
Die Wechselwirkung zwischen Pigmenten und Bindemedium ist nicht einheitlich und wird durch Partikeleigenschaften, Mediumstruktur sowie Umweltbedingungen beeinflusst.

Ob das Bindemedium natürliche Komponenten mit antimikrobiellen oder schützenden Eigenschaften enthält, kann mit der langfristigen Stabilität und Haltbarkeit der Pigmente in Zusammenhang stehen.
In traditionellen Formulierungen eingesetzter Honig verändert die physikalischen Eigenschaften von Gummiarabikum, wodurch sich das Reaktionsverhalten des getrockneten Pigments bei erneutem Wasserkontakt unterscheidet.


V. Abgrenzung des Forschungsrahmens

Die beschriebenen Inhalte dienen ausschließlich der Darstellung bestehender Materialzustände und Differenzbereiche.
Sie stellen keine reproduzierbaren Verfahren dar und verweisen nicht auf kontrollierbare Ergebnisse.

Alle beobachteten Erscheinungen unterliegen einer Vielzahl von Variablen; ihre Ausprägung ist durch Unbestimmtheit und Irreversibilität gekennzeichnet.

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