Warum vollständig ausgehärtete Aquarellfarben die Voraussetzung für eine langfristige Stabilität sind

Victoria Hilbrecht

Die Herstellung endet nicht mit dem Abfüllen

Langfristige Produktionsbeobachtungen zeigen, dass handgemachte Aquarellfarben nach dem Abfüllen ihre Entwicklung nicht sofort abschließen.

Auch wenn die Oberfläche bereits fest erscheint, kann sich das Material im Inneren noch weiter verändern.

Deshalb ist das Ende der Herstellung nicht der Zeitpunkt des Abfüllens, sondern der Zeitpunkt, an dem die Aquarellfarbe einen langfristig stabilen Materialzustand erreicht hat.


Nicht vollständig ausgehärtete Aquarellfarben befinden sich weiterhin in Entwicklung

Langfristige Produktionsbeobachtungen zeigen, dass Aquarellfarben während der Aushärtung noch Restfeuchtigkeit enthalten können.

Ist eine Aquarellfarbe noch weich oder hinterlässt leichter Druck sichtbare Abdrücke, befindet sich das Material weiterhin in seiner Entwicklungsphase.

In diesem Zustand hat das Material seine langfristige Stabilität noch nicht erreicht.


Geschlossene Verpackungen beeinflussen nicht vollständig ausgehärtete Aquarellfarben

Langfristige Produktionsbeobachtungen zeigen, dass nicht vollständig ausgehärtete Aquarellfarben in einer geschlossenen Verpackung weiterhin auf ihre Umgebung reagieren können.

Bleibt Restfeuchtigkeit im Material erhalten, kann sich die Oberfläche über längere Zeit weich halten oder erneut leicht aktivieren.

Dadurch kann sich die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass benachbarte Farbnäpfe miteinander in Kontakt kommen oder aneinander haften.

Die geschlossene Verpackung beendet die Materialentwicklung daher nicht, wenn die Aquarellfarbe ihre vollständige Aushärtung noch nicht erreicht hat.


Vollständige Aushärtung sorgt für einen stabilen Materialzustand

Langfristige Produktionsbeobachtungen zeigen, dass eine vollständig ausgehärtete Aquarellfarbe auch in einer geschlossenen Metallpalette ihren stabilen Materialzustand beibehält.

Unter normalen Lagerbedingungen treten keine Veränderungen wie erneutes Weichwerden oder ein Verkleben benachbarter Farben allein durch die Verpackung auf.

Erst dann kann davon ausgegangen werden, dass das Material seine langfristige Stabilität erreicht hat.


Die Dauer der Aushärtung bestimmt den Produktionszeitraum

Langfristige Produktionsbeobachtungen zeigen, dass die Produktionszeit handgemachter Aquarellfarben nicht ausschließlich durch das Mischen, Dispergieren oder Abfüllen bestimmt wird.

Ein wesentlicher Teil entfällt auf die vollständige Aushärtung des Materials.

Erst wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, kann eine Aquarellfarbe sicher verpackt, gelagert und für den Verkauf vorbereitet werden.

Aus diesem Grund wird die Produktionsdauer wesentlich durch die notwendige Aushärtungszeit bestimmt.


Langfristige Produktionsbeobachtungen erweitern das Verständnis der Materialentwicklung

Die Beobachtungen zeigen, dass das sichtbare Trocknen einer Aquarellfarbe nicht automatisch bedeutet, dass ihre Materialentwicklung abgeschlossen ist.

Zwischen einer trockenen Oberfläche und einem langfristig stabilen Materialzustand besteht ein wesentlicher Unterschied.

Das Production Archive dokumentiert deshalb den gesamten Zeitraum bis zur vollständigen Aushärtung und untersucht, wie sich dieser auf die langfristige Stabilität handgemachter Aquarellfarben auswirkt.


Das Production Archive dokumentiert die vollständige Aushärtung handgemachter Aquarellfarben

Das Production Archive dokumentiert, wie sich handgemachte Aquarellfarben vom Abfüllen bis zur vollständigen Aushärtung entwickeln.

Die langfristigen Produktionsbeobachtungen zeigen, dass erst ein stabiler Materialzustand die Voraussetzung für Verpackung, Lagerung und den späteren Verkauf bildet.

Zusammenhängende Langzeitbeobachtungen zu diesem Materialverhalten sind im Pigment Behavior Archive dokumentiert.

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