Der natürliche Geruch von Honig in Aquarellfarben

Victoria Hilbrecht

Honig besitzt einen natürlichen Eigengeruch

Bei der langfristigen Herstellung von Honig-Aquarellfarben lässt sich beobachten, dass Honig einen eigenen natürlichen Geruch besitzt.

Dieser Geruch gehört zu den Eigenschaften des Rohmaterials selbst und bleibt auch im fertigen Farbsystem teilweise erhalten.


Der Geruch unterscheidet sich von Charge zu Charge

Langfristige Materialbeobachtungen zeigen folgende Unterschiede zwischen einzelnen Chargen:

  • Einige Honigchargen besitzen einen deutlich wahrnehmbaren Eigengeruch
  • Andere Chargen weisen eine wesentlich mildere Geruchsausprägung auf
  • Abweichungen treten regelmäßig bei der Verarbeitung verschiedener Chargen auf

Die Herkunft des Honigs beeinflusst den Geruchscharakter

Der verwendete Honig stammt aus unterschiedlichen Regionen und Sammlungsbedingungen:

  • Unterschiedliche Materialquellen führen zu unterschiedlichen Geruchsmerkmalen
  • Jede Charge bewahrt ihren spezifischen Herkunftscharakter
  • Einheitliche Geruchseigenschaften treten über mehrere Chargen hinweg nicht auf

Der natürliche Honiggeruch bleibt im Farbsystem wahrnehmbar

Bei der Verarbeitung mit Gummi Arabicum und Pigmenten zeigen sich folgende Merkmale:

  • Der Eigengeruch des Honigs bleibt nach der Vermischung weiterhin erhalten
  • Unterschiedliche Pigmentkombinationen führen zu abweichenden Gesamteindrücken
  • Der Wahrnehmungsgrad unterscheidet sich von Farbton zu Farbton

Keine künstliche Entfernung oder Überdeckung des Geruchs

Im derzeitigen Herstellungsprozess werden bestimmte Materialstandards eingehalten:

  • Keine Zusatzstoffe zur Neutralisierung oder Überdeckung des Geruchs eingesetzt
  • Der Honiggeruch wird als unveränderter Bestandteil des Rohmaterials dokumentiert
  • Chargenabweichungen werden fortlaufend im Materialarchiv festgehalten

Die langfristige Materialdokumentation wird fortgesetzt

Die bisherigen Aufzeichnungen beruhen auf fortlaufenden Produktions- und Materialbeobachtungen verschiedener Honigchargen. Mit der Erfassung weiterer Lieferungen wird das Materialarchiv kontinuierlich erweitert.

Ergänzende Beobachtungen zu diesem Materialverhalten sind im Pigment Behavior Archive dokumentiert.

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