Einfluss von Nelkenöl auf den Geruch handgefertigter Aquarellfarben
Victoria HilbrechtEigengeruch von pflanzlichem Nelkenöl
Bei der Herstellung handgefertigter Aquarellfarben werden verschiedene pflanzliche Rohstoffe eingesetzt, darunter auch Nelkenöl.
Nelkenöl besitzt von Natur aus einen deutlich wahrnehmbaren Eigengeruch. Wird es im Farbsystem verwendet, bleibt dieser Geruch im fertigen Material erhalten.
Nelkenöl als eine von mehreren Geruchsquellen
Aufzeichnungen zeigen, dass der Geruch einer Aquarellfarbe nicht von einem einzelnen Rohstoff bestimmt wird.
Mehrere Komponenten wirken auf das Geruchsbild ein:
- Bindemittel: Gummi Arabicum bringt eine eigene Materialnote ein.
- Zusätze: Honig und Nelkenöl tragen mit ihren natürlichen Geruchseigenschaften bei.
- Pigmente: Verschiedene Pigmenttypen beeinflussen den Wahrnehmungseindruck zusätzlich.
Natürlicher Ursprung des Geruchs
Der Charakter von Nelkenöl entstammt dem pflanzlichen Ausgangsmaterial und entsteht nicht erst bei der Verarbeitung.
Als Bestandteil des Bindemittelsystems überträgt sich diese Eigenschaft direkt auf das Gesamtsystem der Farbe.
Zusammenwirken der Rohstoffe
Der wahrnehmbare Gesamtinteindruck ist das Ergebnis der Kombination aller verwendeten Rohstoffe.
Je nach Pigmentwahl und Materialzusammensetzung variiert der Geruch von Farbton zu Farbton, ohne dass Nelkenöl als alleinige Ursache auftritt.
Verzicht auf Geruchsneutralisierung
Im Herstellungsprozess werden keine künstlichen Stoffe zugesetzt, um den Eigengeruch des Nelkenöls zu überdecken oder zu neutralisieren.
Der Geruch wird als feste Eigenschaft des pflanzlichen Rohstoffs akzeptiert und unverändert belassen.
Fortlaufende Dokumentation
Die Beobachtungen basieren auf langfristigen Protokollen aus Herstellung und Nutzung handgefertigter Aquarellfarben.
Weitere Aufzeichnungen zu unterschiedlichen Materialkombinationen werden fortlaufend ergänzt. Verwandte Daten sind im Pigment Behavior Archive erfasst.