Natürlicher Eigengeruch von Gummi Arabicum in Aquarellfarben
Victoria HilbrechtEigengeruch als natürliche Materialeigenschaft
Bei der Herstellung handgefertigter Aquarellfarben lässt sich feststellen, dass Gummi Arabicum einen eigenen natürlichen Geruch aufweist.
Dieser Geruch stammt vom Rohstoff selbst und entsteht nicht erst bei der Verarbeitung. Als Bestandteil des Bindemittels bleibt der Eigengeruch auch im fertigen Farbsystem erhalten.
Geruchsschwankungen zwischen einzelnen Chargen
Materialaufzeichnungen zeigen, dass der Geruch von Gummi Arabicum von Charge zu Charge variiert.
- Deutlicher Eigengeruch: Manche Chargen weisen eine klar wahrnehmbare Geruchsnote auf.
- Milder Eigengeruch: Andere Chargen fallen im Vergleich deutlich geruchsärmer aus.
Einfluss der Materialherkunft
Die verwendeten Chargen unterscheiden sich teilweise in ihrer Herkunft, wie etwa durch Anbaugebiete, Akazienarten oder Wuchsbedingungen.
Diese Herkunftsunterschiede spiegeln sich in Abweichungen des natürlichen Geruchs wider. Einzelne Chargen besitzen daher keinen identischen Geruchscharakter.
Wahrnehmung im vollständigen Farbsystem
Wird Gummi Arabicum zusammen mit Pigmenten, Honig und weiteren Bestandteilen verarbeitet, bleibt der Geruch im Endprodukt wahrnehmbar.
Da sowohl die Pigmente als auch die Gummi-Arabicum-Chargen wechseln, verändert sich der Gesamteindruck des Geruchs von Farbton zu Farbton.
Umgang mit dem Materialgeruch im Herstellungsprozess
Im Herstellungsprozess werden keine Stoffe zugesetzt, um den natürlichen Geruch von Gummi Arabicum zu überdecken, zu verändern oder zu neutralisieren.
Der Geruch wird als fester Bestandteil des Rohstoffs akzeptiert und unverändert belassen. Geruchsunterschiede zwischen Chargen werden in der Dokumentation weiter erfasst.
Fortlaufende Erfassung von Geruchseigenschaften
Die vorliegenden Notizen basieren auf langfristigen Produktionsprotokollen verschiedener Rohstoffchargen.
Weitere Beobachtungen zu unterschiedlichen Herkünften werden kontinuierlich im Archiv ergänzt. Verwandte Aufzeichnungen sind im Pigment Behavior Archive einsehbar.